Nun, ich habe meinen Abschluss genau zu dem Zeitpunkt gemacht, als die Pandemie die Welt erfasste, daher war es anfangs wirklich schwer, als frischgebackener Designer überhaupt etwas zu finden. Unternehmen haben aufgrund ihrer finanziellen Lage Mitarbeiter entlassen, also habe ich mich beruflich auf mich selbst konzentriert, Online-Zertifikatskurse belegt und meine Kenntnisse in dem Bereich vertieft, in dem ich arbeiten wollte. Im Januar dieses Jahres habe ich dann eine freie Stelle als Praktikantin in meinem derzeitigen Unternehmen gefunden. Wenn alles gut läuft, werde ich nach Ablauf des Praktikums dort als Junior-UX/UI-Designer weiterarbeiten.
Derzeit arbeiten wir aufgrund der Pandemie im Homeoffice, daher finden morgens meist regelmäßige Zoom-Meetings mit meinen Vorgesetzten statt, bei denen wir die täglichen Aufgaben verteilen und diese fristgerecht erledigen. Ich arbeite in Teilzeit, was für mich gut funktioniert, da ich so effizienter und produktiver sein kann. In einem schwedischen Unternehmen zu arbeiten und dessen Arbeitskultur kennenzulernen, war für mich eine besondere Erfahrung. Alle meine Kollegen kommen aus verschiedenen Ländern und haben unterschiedliche Hintergründe, was uns im Designprozess eine breite Perspektive verschafft.
Schlechtes Zeitmanagement, wenn man unter Termindruck steht, besonders wenn man im Team arbeitet und auf die Ergebnisse der anderen angewiesen ist, um weiterarbeiten zu können. Um diese Situation zu meistern, habe ich die Aufgaben verteilt und dafür gesorgt, dass sich alle an die Fristen hielten. Außerdem ist das Fehlen eines finanziell stabilen Einkommens vielleicht die größte Herausforderung – die Leute wollen, dass man umsonst arbeitet.
Durch ein Projekt im Kurs von Prof. Tibus habe ich meine Leidenschaft für UX/UI entdeckt. Ich habe erkannt, dass Wutbewältigung, konstruktive Kritik und gegenseitiger Respekt es ermöglichen, Projekte produktiver voranzutreiben, ohne an sich selbst zu zweifeln, und dass dies zu einem besseren Arbeitsklima führt.
Ich plane, meine Karriere im Bereich User Experience und Interface Design fortzusetzen, und mein derzeitiges Ziel ist es, mein eigenes Designteam zu leiten und Lead/Principal Designer bzw. Principal Design Manager in dem Unternehmen zu werden, für das ich derzeit arbeite.
Habt Spaß, seid gesellig und genießt eure Jugend – und vergesst nicht, euch von eurer Umgebung inspirieren zu lassen. Berlin ist der perfekte Ort für jede Menge Inspiration.