Seit 2019 arbeite ich als Showroom-Koordinatorin bei Reform, einem dänischen Unternehmen für Küchendesign und -fertigung. Zu meinen Aufgaben gehört die Suche nach neuen Standorten für Showrooms in Deutschland und Europa. Dabei arbeite ich eng mit dem hauseigenen Designteam zusammen – von der Festlegung des Design-Layouts über die Umsetzung der geplanten Materialien und Möbel bis hin zur Überwachung des Bauprozesses und der laufenden Information aller Projektbeteiligten. Ich würde es nicht als den „typischen“ Beruf im Bereich Innenarchitektur bezeichnen, aber er berührt eine Mischung aus verschiedenen Bereichen, die für einen Designprozess relevant sind, was ihn zu einer sehr dynamischen und interessanten Tätigkeit macht.
Eigentlich gleicht kein Tag dem anderen. Zu den eher außergewöhnlichen Aufgaben gehört beispielsweise die Einreichung von Unterlagen bei den Behörden, um die Genehmigung für die Fassadenbeschilderung unserer Ausstellungsräume zu erhalten. Das kann sehr knifflig werden, wenn Denkmalschutz im Spiel ist. Ein eher routinemäßiger Tag umfasst die Bestellung von Möbeln, den Kontakt zu Lieferanten, die Überprüfung von Bestellungen, die Berichterstattung über den Bestellstatus und die Organisation aller möglichen Dinge, um ein Projekt auf den Weg zu bringen.
Ich denke, die Corona-Pandemie war für die meisten Menschen eine besondere Herausforderung, ganz gleich in welcher Branche.
Sie hat viel Unsicherheit mit sich gebracht und mich dazu gezwungen, für eine Weile eine andere Rolle zu übernehmen. Was ich aus dieser Zeit mitgenommen habe, ist, dass es gut ist, über vielfältige Fähigkeiten zu verfügen, die sich an unterschiedliche Anforderungen oder Arbeitssituationen anpassen lassen.
Kommunikation, insbesondere in einem Umfeld mit Menschen unterschiedlicher Nationalitäten, Sprachen und Kulturen, ist von entscheidender Bedeutung. Ich versuche, dies immer im Hinterkopf zu behalten, wenn ich mit Kollegen, Kunden oder Lieferanten spreche.
Ich hatte die Gelegenheit, das Layout und die Innenausstattung des neuen Backoffice von Reform in Berlin zu planen und zu gestalten, und derzeit befinden wir uns in der letzten Phase der Einrichtung eines neuen Showrooms in Frankfurt am Main.
Mein Rat an alle Studierenden lautet: Man sollte die Dinge nicht überdenken und sich bei der Bewerbung nicht auf bestimmte Berufe oder Unternehmen beschränken. Es ist wichtig, irgendwo anzufangen, und sobald man den Fuß in der Tür hat, eröffnen sich viele weitere Möglichkeiten.
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