Derzeit setze ich mein Studium an der TU Berlin mit einem Masterstudiengang in Innovationsmanagement, Entrepreneurship und Nachhaltigkeit fort. In meinem Bachelorstudium im Bereich Produktdesign wurde das Konzept der selbstständigen Tätigkeit als Designer oft thematisiert. Ich wollte meinen Geschäftssinn stärken und ein besseres Verständnis für die betriebswirtschaftlichen Aspekte der Entwicklung und Umsetzung von Innovationen gewinnen. In meinem Studium gibt es zwar kaum Produktdesigner, aber die Fachbereiche sind eng miteinander verbunden.
Als Studentin lerne ich und besuche Vorlesungen – das ist nichts Neues. In meiner Tätigkeit am Forschungsinstitut organisiere ich Veranstaltungen, kümmere mich um die Professoren und Studierenden meiner Fakultät und arbeite an wissenschaftlichen Projekten mit. Normalerweise ist mein Tag auf viele Aufgaben und Arbeitsorte aufgeteilt.
Zu Beginn meines Studiums habe ich noch versucht, als freiberufliche Designerin zu arbeiten. Die Herausforderungen dabei waren vielfältig. Zum einen ist es als junge Designerin schwierig, neue Kunden zu gewinnen, zum anderen muss man seine Zeit gut einteilen. Neben dem Zeitmanagement war dies die größte Herausforderung, die ich durch einen festen Zeitplan und die geschickte Kombination von Aufgaben gemeistert habe. Ich glaube, die schwierigste Situation war, dass ich häufig gebeten wurde, umsonst zu arbeiten – hier war die Lösung einfach: Ich habe dem nicht mehr zugestimmt.
Ich glaube, dass in einer kreativen Branche ein Netzwerk besonders wichtig ist. Es kommt nicht darauf an, alle Antworten zu kennen, sondern zu wissen, wen man fragen muss. Die Fähigkeit, eine kreative Idee mit einem guten visuellen Hintergrund zu vermitteln, hat sich als äußerst hilfreich erwiesen. Design kann ein Werkzeug sein, um deine Ideen leicht verständlich zu machen.
Wie bereits erwähnt, studiere und arbeite ich. Außerdem bin ich Vorsitzender der BIAA, der Berlin International Alumni Association. Ich betreibe eigenständige Forschung zu neuen Materialien und bin als Materialexpertin bei einer NGO tätig, die sich mit 3D-Druck befasst. In Zukunft möchte ich meine Forschung ausweiten und meine kreative Arbeit mit der wissenschaftlichen verbinden, um nachhaltige Materialalternativen zu entwickeln. In den nächsten Jahren möchte ich außerdem mein eigenes Unternehmen gründen.
Es gibt nicht nur einen einzigen Karriereweg im Produktdesign. Überlegt euch, was ihr zu diesem Bereich beitragen könnt, und macht euch nicht zu viele Gedanken darüber, was die Branche braucht. Produktdesign ist für mich auch eine Denkweise, das Weiterentwickeln einer Idee – unterschätzt diese Fähigkeit nicht, in einem vorgegebenen Kontext eine Lösung zu finden.